Mir liegt vor allem daran, mir einiges von der Seele zu reden, aber das ist sicherlich nicht ungewöhnlich...
Mein Mann gerät seit Monaten, oder eigentlich seit dem Tod seines Vaters (vor wenigen Jahren), von einem Depressionsschub in den nächsten
Allerdings ist dies nicht das erste Mal, ähnliches hatten wir schon mehrfach, denn wir sind 30 Jahre verheiratet.
Dazu addiert sich eine Angststörung, die wahrscheinlich schon seit der Kindheit besteht.
Tatsächlich hat er jetzt erst eine Diagnose von einem Psychiater bekommen, die passt.
Vor Jahren gab es schon einmal diese Situation, die er mittels Verhaltenstherapie und Medis in den Griff bekam.
Allerdings ist es wirklich ein Auf- und Ab, bei jeder ungewöhnlichen Lebenssituation gerät er "aus den Fugen".
Es klingt verrückt - aber mir ist jetzt erst klar geworden, dass diese Situation sich vermutlich niemals 100% bessern wird.
Und in mir taucht die Frage auf, ob ich das weiterhin auf die bisherige Weise mittragen kann, denn auch ich habe erhebliche Baustellen und benötige Medikamente, um den Alltag zu schaffen.
Durch diese Konstellation gibt es auch immer wieder Streit.
Ich definiere es immer so: ich bin der "Glas halbvoll"- Typ, er ist der "Glas halbleer"-Typ. Das finde ich oft belastend, vor allem in gerade entspannten Situationen.
Momentan habe ich das Gefühl, er müsste mal raus aus der gewohnten Umgebung, alleine. Eine Klinik fände ich sinnvoll, weg von den alltäglichen Verpflichtungen, aber auch Kontakt zu Leuten, denen es ähnlich geht.
Vielleicht mögt ihr dazu was schreiben? Wie schützt man sich als Angehöriger und eigentlich selbst auch nicht fitter Mensch?
Kuni