Fluoxetin und bleierne Müdigkeit.
Fluoxetin und bleierne Müdigkeit.
Ich hätte eine Frage. Meine 16jährige Tochter hat ADS mit Ängsten und Depressionen. ADHS-Medikamente bewirken nicht viel, außer Intuniv, das nimmt ihr etwas die Morgenmüdigkeit. Sie ist im Grunde dauerüberreizt, antriebslos, oft depressiv mit Gedankenkarussels und erschöpft und überfordert von allem. Zur Schule geht sie, aber es strengt sie sehr an. Jetzt macht sie einen Medikamentenversuch mit Fluoxetin. Die ersten 10Tage hat sie 10mg genommen, anfangs war sie körperlich sehr zittrig und nervös und etwas überdreht, nach einer guten Woche hat sich das etwas beruhigt. Wir haben dann auf 15mg erhöht. Nach circa 2 Wochen hat sie erstmals berichtet, dass es ihr Vormittags zeitweise etwas besser ginge und sie macht auch auf uns zeitweise einen etwas positiveren Eindruck. Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit und nach wie vor etwas körperliche Unruhe, der Antrieb ist unverändert niedrig. Was aber jetzt vor allem in der 3. Woche auffällig war, ist dass sie ab circa 17-18 Uhr eine bleierne Müdigkeit verspürt. Manchmal kann sie noch Abendessen und sich fertigmachen und geht so um 21 Uhr ins Bett (früher eher 23 Uhr), manchmal geht sie sogar ohne Abendessen um 18/ 19 Uhr ins Bett und schläft dann bis zum nächsten Morgen. Sie berichtet aber, dass sie nachts ab und zu aufwacht und teilweise Hunger hat (auch wenn sie Abendgegessen hat) und kurz was ißt. Ist diese Müdigkeit noch normal als Nebenwirkung (nach 3,5 Wochen) zu bezeichnen, die vielleicht noch verschwindet? Oder sollte sie lieber runter/hochdosieren (wir dürfen bis max. 20mg gehen laut Ärztin)? Müssen wir uns Sorgen machen oder kennt das jemand und kann etwas dazu sagen. Wir sind dankbar für jede Antwort.
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OldMrEmerson
- Beiträge: 155
- Registriert: 3. Okt 2025, 20:28
Re: Fluoxetin und bleierne Müdigkeit.
Guten Tag lahmeente
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bei mir wirkt Fluoxetin auch beruhigend. Vielleicht ist das bei Menschen, die geistig eher unruhig sind, so. Ich habe das in Kauf genommen. Bezüglich der Dosierung, lassen Sie sich bitte durch den Arzt eine Einstufung geben. 15 mg würde man normalerweise realisieren, indem man die Dosis von Tag zu Tag zwischen 10 und 20 hin und her wechselt und nicht, indem man die Tabletten teilt. Ich habe noch nie davon gehört, dass dieses Verfahren ganz zu Beginn der Einnahme angewendet worden ist. Reduzieren Sie die Dosis nur, wenn der Arzt das ausdrücklich anordnet. Ich an Ihrer Stelle würde den Arzt fragen, ob er oder sie eine Erhöhung auf 20 mg machen möchte.
Mit freundlichen Grüßen,
bei mir wirkt Fluoxetin auch beruhigend. Vielleicht ist das bei Menschen, die geistig eher unruhig sind, so. Ich habe das in Kauf genommen. Bezüglich der Dosierung, lassen Sie sich bitte durch den Arzt eine Einstufung geben. 15 mg würde man normalerweise realisieren, indem man die Dosis von Tag zu Tag zwischen 10 und 20 hin und her wechselt und nicht, indem man die Tabletten teilt. Ich habe noch nie davon gehört, dass dieses Verfahren ganz zu Beginn der Einnahme angewendet worden ist. Reduzieren Sie die Dosis nur, wenn der Arzt das ausdrücklich anordnet. Ich an Ihrer Stelle würde den Arzt fragen, ob er oder sie eine Erhöhung auf 20 mg machen möchte.
Mit freundlichen Grüßen,
anerkanntermaßen paranoid 