Lehrersein und Depressionen

Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

Schauen, was möglich ist, arbeitstechnisch, rechtlich und, wie sieht es überhaupt mit der eventuellen Rückzahlung der Ausbildungskosten aus?
Was darf man tun oder keines Falls unterlassen?


Recht haben und Recht bekommen, sind oft zwei unterschiedliche Paar ... Schuhe.

Ist das Arbeitsverhältnis erstmal zerrüttet und/oder die menschlichen Beziehungen, wird's sau-schwer bis unmöglich.
Was also tun, um so schadfrei wie möglich da herauszukommen?
Das kann ich erst sagen, wenn ich mit einem Anwalt gesprochen habe.
Oder mit einem Kollegen, den sie kurz vorm Ende aus der Ausbildung geschmissen haben, obwohl er fast fertig war. Angeblich hat er eine Prüfung nicht bestanden. So viel zum Lehrermangel.

Natürlich wird am Ende nur das weitere Aushalten bleiben oder der Rückzug mit Hoffnung auf eine andere Schule.
Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

Hallo Milli,

ich wollte dich gerade fragen, warum du dir das noch antust ? Aus diesen Gründen würde ich nie an eine Schule gehen als Quereinstieg. Ich hab ja durch meinen Vater einiges mitbekommen.
Da würde ich mir lieber einen Job in der freien Wirtschaft suchen und auf die Ausbildung pfeifen. Du musst halt die Entscheidung dafür fällen. Und so eine Entscheidung ist nicht das Ende. Es gibt Möglichkeiten, was anderes zu machen und ich denke, viele Menschen hätten Verständnis dafür, wenn man so einen Beruf unter den Bedingungen hinschmeißt.
Hallo Senif,

es hat vorwiegend ökonomische Gründe. Ich bin allein und hatte in meinem Job bislang nur befristete Stellen. Damit verbunden waren selbst solide Dinge wie der Autokauf nur eingeschränkt möglich.
Selbst da, wo ich das Auto ja für die Arbeit brauche hieß es dann: Aber wir wissen ja gar nicht, ob Sie in einem Jahr noch Ihre Stelle haben.
Insofern war das für mich eine echte Chance.

Sozialkontakte habe ich kaum und mit meinem Vater ist auch das letzte Familienmitglied gestorben, mit dem ich regelmäßig Kontakt hatte.
Privatinsolvenz und ähnliches, da würde es bei mir immer weiter bergab gehen.
Ich brauche eine Arbeit, weil ich eben alleinstehend bin.
Problem ist auch, dass ich einen Knebelparagraphen unterschrieben habe. Bedeutet, wenn ich die Ausbildung abbreche, muss ich 20 000 Euro zurückzahlen.
Ich würde dann auf Schulden sitzen.

Mein Plan ist demnächst wieder in die Krankschreibung zu gehen. Aktuell hat mich meine körperliche chronische Erkrankung wieder im Griff und setzt mir arg zu.

Und ja du hast absolut recht. Die Zustände an den Schulen sind nicht mehr tragbar.
Und die Kids sollen für jeden Pups gelobt werden. Damals, als ich Abi gemacht habe, hat es niemanden interessiert, ob wir gelernt hatten oder nicht. Es wurde einfach verlangt, aber heute werden ja alle in Watte gepackt.
SonneundDunkenheit
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von SonneundDunkenheit »

Hallo Milli,

eine Arbeit ist wichtig und sinnstifend. Trotzdem frage ich mich warum du an dem Quereinstieg so festhältst.

Das Arbeitsklima ist "unter aller Sau", Quereinsteiger nicht erwünscht, die Schüler und deren Eltern "respektlos". Ich übertreibe ganz bewusst. Warum willst du den Rest deines Lebens oder zumindest die nächsten Jahre in solch einem Umfeld arbeiten? Ich verstehe es nicht.

Eine Privatinsolvenz ist ganz sicher kein schöner Zustand, aber er geht vorbei.
Die "Flucht" in die Krankschreibung wird dir nur kurzfristig Erholung geben, aber die äußeren Bedingungen nicht verändern. Auch an einer anderen Schule nicht. Du bleibst Quereinsteiger, die Schüler schwierig, das Arbeitskollegium eine Gleichung mit vielen Unbekannten.
Auch wenn es jetzt vielleicht einen großen Aufschrei gibt. Ich finde Lehrer, die erkrankungsbedingt immer wieder ausfallen werden schwierig im Hinsicht auf die Kontinuität, die Schüler brauchen. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen können sicher sehr gute Pädagogen sein, aber ob der Schulbetrieb der geeignete Ort ist, erscheint mir persönlich zumindest hinterfragenswert.
Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

SonneundDunkenheit hat geschrieben: 25. Jan 2026, 14:37 Hallo Milli,

eine Arbeit ist wichtig und sinnstifend. Trotzdem frage ich mich warum du an dem Quereinstieg so festhältst.

Das Arbeitsklima ist "unter aller Sau", Quereinsteiger nicht erwünscht, die Schüler und deren Eltern "respektlos". Ich übertreibe ganz bewusst. Warum willst du den Rest deines Lebens oder zumindest die nächsten Jahre in solch einem Umfeld arbeiten? Ich verstehe es nicht.

Eine Privatinsolvenz ist ganz sicher kein schöner Zustand, aber er geht vorbei.
Die "Flucht" in die Krankschreibung wird dir nur kurzfristig Erholung geben, aber die äußeren Bedingungen nicht verändern. Auch an einer anderen Schule nicht. Du bleibst Quereinsteiger, die Schüler schwierig, das Arbeitskollegium eine Gleichung mit vielen Unbekannten.
Auch wenn es jetzt vielleicht einen großen Aufschrei gibt. Ich finde Lehrer, die erkrankungsbedingt immer wieder ausfallen werden schwierig im Hinsicht auf die Kontinuität, die Schüler brauchen. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen können sicher sehr gute Pädagogen sein, aber ob der Schulbetrieb der geeignete Ort ist, erscheint mir persönlich zumindest hinterfragenswert.
Wie ich schon geschrieben hatte, gibt es eine Rückzahlungsklausel und ich wäre dann auch fürs Referendariat gesperrt.
Abgesehen davon wäre ich bei jeder anderen Stelle aus meinem ursprünglichen Job noch schlechter bezahlt und hätte deutlich miesere Konditionen. Die auf der anderen Seite ist alles grüner Mentalität haut da nicht so gut hin. Ich kenne etliche Lehrer persönlich (nicht an der Schule) und wenn man es schafft, hat man schon ein Stück weit ausgesorgt. Es ist eine sichere Basis, die einem als Single und ohne Familie oder Freunde eine Sicherheit gibt.
Wäre ich verheiratet hätte ich drauf gepfiffen, aber das bin ich nicht.
Meine Alternative sind dauerhaft befristete Maßnahmen mit schlechter Bezahlung. Das hatte ich ja und wenn man beide Seiten kennt, dann weiß man, was man an diesem Job im ÖFD hat.

Möglich, dass das nicht so gut durchkam, aber ich zweifle an sich nicht an meiner Tätigkeit. Die ist schon sinnstiftend, nur das aktuelle Umfeld ist so mies, dass ich nur noch einen Schulwechsel als Alternative sehe.
Eine Privatinsolvenz ist für mich keine Option.
Wie soll ich denn da leben? Ich zahle jetzt noch meinen Autokredit ab. Komplettes Aufgeben würde mich ein Stück mehr unter die Brücke bringen.

Und nein. Es gibt keine andere Schule mit derart schlechten Bedingungen. Selbst die andere, an der ich zuvor war, war nicht derart mies.
Ich werde an der Schule schikaniert und gemobbt. Das ist ein großer Unterschied.
Was sich ändern würde, wenn ich länger krank bin? Ich würde beim Eingliederungsmanagement antanzen und man würde mich an eine andere Schule versetzen, denn dann müssen sie handeln.

Ich denke, du kennst dich einfach zu wenig in dieser Hinsicht aus.
Abgesehen davon. Was wäre denn besser? Pädagogen, die ab und an ausfallen oder die, die gar nicht vorhanden sind?
Meine vorherige Chefin hat es mal ganz treffend bei einem Gespräch gesagt "Wenn Ihre Tochter nicht bei Frau Milli Unterricht hätte, hätte sie gar keinen Unterricht."
Senif
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Senif »

Hallo Milli,

ich denke, das Geld sollte zweitrangig sein, die Gesundheit - Zufriedenheit erstrangig. Für kein Geld der Welt würde ich einen Job machen, in dem ich am Ende untergehe. Auch als Single kann man sich ernähren in der freien Wirtschaft.
Darf ich fragen, was du für Fächer gibst ? Ich denke, eine Krankschreibung um erstmal runter zu kommen, ist doch erstmal ein annehmbarer Schritt. Und dann schaust du weiter.

LG Senif
SonneundDunkenheit
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von SonneundDunkenheit »

@Milli
Ich kann dir nur wünsche das dein Plan aufgeht. Im Rahmen des Eingliederungsmanagement an eine andere Schule zu wechseln, bedeutet ja auch dass dir ein Ruf vorauseilt.

Ich bin selbst Diplom-Pädagogin und glaube schon einschätzen zu können wie die Realität aussehen kann.

Alles Gute für dich
Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

SonneundDunkenheit hat geschrieben: 25. Jan 2026, 17:14 @Milli
Ich kann dir nur wünsche das dein Plan aufgeht. Im Rahmen des Eingliederungsmanagement an eine andere Schule zu wechseln, bedeutet ja auch dass dir ein Ruf vorauseilt.

Ich bin selbst Diplom-Pädagogin und glaube schon einschätzen zu können wie die Realität aussehen kann.

Alles Gute für dich
Ob das wirklich so ist, kann man hier nicht überprüfen.
Mir persönlich würde ein Wechsel sehr weiter helfen, denn was wäre die Alternative?
Sich jeden Tag weiter beleidigen zu lassen?
Schlimmer kann es nicht mehr werden und ich kann das einschätzen. Ich kenne ja die Situation an der anderen Schule und an weiteren Schulen, denn ich habe lange vorher in anderen Funktionen im Bildungssektor gearrbeitet (wenn auch nicht als Festangestellte)
Wenn du der Meinung bist, dass depressive Kollegen ein Problem für SuS sind, dann glaub das weiter.
Auch wenn sich mir dann sehr der Sinn entzieht, was man dann offenbar als selbst depressive Kollegin in einem Forum wie diesem macht, aber die Frage kannst du dir nur selbst beantworten. Alles gute für dich.
Chinchine
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Chinchine »

Milli85 hat geschrieben: 25. Jan 2026, 15:38 Was sich ändern würde, wenn ich länger krank bin? Ich würde beim Eingliederungsmanagement antanzen und man würde mich an eine andere Schule versetzen, denn dann müssen sie handeln.

Ich denke, du kennst dich einfach zu wenig in dieser Hinsicht aus.
Hallo Milli,
ich bin mal so frei, meinen Senf dazu zu geben. Deine Illusion möchte ich dir nicht nehmen, aber:
- falls du Beamtin auf Widerruf bist oder noch gar nicht im Beamtenstatus kann es gut sein, dass du nochmals amtsärztlich begutachtet oder zunächst nur im Angestelltenstatus landest- da wurde durchaus auf die Krankheitstage geachtet und bei mir waren es damals 20 Tage innerhalb 3 Jahren Vorbereitungsdienst
- BEM muss nicht zwingend zur Folge haben, dass du versetzt werden wirst-und falls doch woanders einen unbelasteten Start haben wirst; und ich pflichte SonneundDunkelheit voll bei, dass zumindest geredet werden wird; ich habe es auch schon erlebt, dass Chefs, vor denen geflüchtet wurde, schon vorab beim neuen angerufen und diesen "vorgewarnt" haben

Ich kenne mich in dieser Hinsicht aus. Bei mir wurde trotz Schwerbehinderung, Rechtsanwalt und ausdrücklicher amtsärztlicher Empfehlung von der Dienststellenleitung ein Vorgesetztenwechsel NICHT umgesetzt.

Hast du denn Ärzte / Therapeuten, die dich unterstützen? Kannst du anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen?

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für deinen weiteren Weg und drücke dir die Daumen, dass sich eine gute Lösung für dich ergeben wird!
Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

Ich habe den Weg nie wegen der Verbeamtung eingeschlagen, sondern weil ich gern unterrichte und Kindern Wissen vermittle.
Selbst im Angestelltenverhältnis bin ich um Längen besser dran als bei einer befristeten Stelle.
Weiterhin hatte ich bereits ein Gespräch beim Eingliedeurngsmanagement, da ich nach dem Todesfall fast 4 Wochen gefehlt habe (plus weitere Krankheitsausfälle) habe mich damals aber noch sehr wohl an der Schule gewfühlt.
Das Eingliederungsmanagement war sehr nett und konnte durchaus verstehen, dass man unter diesen Umständen angeschlagener ist.


Warum man mir hier jetzt permanent mein Vorhaben diesen Weg zu gehen ausreden möchte, erschließt sich mir nicht.
Ich kenne den Referenten dieser Schulform und die Schulamtsleitung aufgrund von Umständen, die ich hier zum Schutz meiner Privatsphäre nicht offen legen möchte, sehr gut. Insofern hätte das Eingliederungsmanagement durchaus Erfolg. Aus Rücksicht, weil ich weiß, dass die Situation dann komplett verfahren ist und es dann keinen Rückweg mehr gibt, habe ich diesen Weg bisher nicht eingeschlagen. Ich werde es aber, da es langsam immer mehr wird und die Situation immer verfahrener.
Wie gesagt, warum sollte ich an einer Schule bleiben, in der ich täglich schikaniert werde?

Und wieso sollte ich davor Angst haben? Selbst wenn der Ex Schulleiter bei der neuen Schulleiterin anruft. Ein intellektuell gebildeter Mensch weiß, dass er sich zunächst selbst eine Meinung bildet.
Unabhängig davon werde ich die Schulart langfristig ohnehin wechseln.
Heißt nicht von Schule A an Schule B, sondern an eine andere Schulart, die ganz andere Klassenstufen unterrichtet.

Einen Anwaltstermin habe ich bereits und es gibt auch einen Arzt, der mich lange bei meiner körperlichen Erkrankung begleitet hat.

Ich danke dir, denke aber, dass du deine Situation gerade sehr auf meine überträgst.
Kein Fall ist wie der andere und ich möchte dir zu bedenken geben, dass man vieles getrennt betrachten muss.

Mit Panikmache ist mir daher nicht geholfen.
Bestärkung wäre wohl weitaus angebrachter.
Ich habe keine Angst vor einem Schulwechsel. Meine größere Angst ist weiter an dieser Schule zu bleiben und dort endgültig zu Grunde zu gehen.
OldMrEmerson
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von OldMrEmerson »

Milli85 hat geschrieben: 25. Jan 2026, 18:40 Meine größere Angst ist weiter an dieser Schule zu bleiben und dort (...)
Guten Tag Millie,

Statements wie diese sind der Grund dafür, dass Sie wenig Zuspruch erhalten, weil dadurch ein Bild von Ihnen entsteht, in dem Sie schwer depressiv sind, aber Sich nicht ausreichend mit medizinischen Hilfsangeboten versorgen. Ein Termin beim Anwalt ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Zum Psychiater müssten Sie, meiner Meinung nach, früher oder später auch noch.

Mit freundlichen Grüßen,
Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

Ich bin nicht schwer depressiv.
Kompletter Unsinn.

Hallo? Nachdem man über Jahre gepflegt hat, Sterbebegleitung machen musste, selbst körperlich chronisch krank mit mehreren Operationen ist und auf Arbeit schikaniert wird darf man sich wohl erdreisten mal durchzuhängen und die Einrichtung zu wechseln, ohne dass man mit Zukunftsvisionen dass dies angeblich nie funktionieren würde belegt wird.
Das Seminar hat mir schon vor 4 Monaten einen Wechsel empfohlen.
Mir hat dieses Forum anfangs wirklich geholfen, aber mittlerweile meinen vereinzelte Mitglieder alles besser zu wissen und mehr über meine Situation zu erahnen ohne mich persönlich zu kennen.

Und noch medizinisch versorgen ist ja auch amüsant.
Ernsthaft, aber einzelne Mitglieder sollten einfach mal nachdenken ob sie hier helfen oder sich profilieren möchten. Scheinbar sehen vereinzelte ihre Depression als lieb gewonnene Besonderheit und man wird nur als vollwertig angesehen wenn man Schlaftabletten und Psychopharmaka in sich hinein stopft und über Jahre krankgeschrieben ist.
Einfach darüber reden, weil man das Bedürfnis hat scheint nicht erwünscht.
Ich hatte mir hier konstruktiven Rat erhofft und nicht, dass mir angepriesen wird, in die Privatinsolvenz zu gehen, was mir noch mehr schadet als dass es hilft.

Dass ich auf deine Statements keinen Wert lege, oldEmerson hatte ich schon zu Beginn geschrieben. Warum sollte offensichtlich sein.

Ja, meine größte Angst ist an dieser Schule zu bleiben und zu zerbrechen. Die hätte wohl jeder wenn er so wie ich schikaniert wird.
topost
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von topost »

Milli85 hat geschrieben: 26. Jan 2026, 04:51 Ich hatte mir hier konstruktiven Rat erhofft und nicht, dass mir angepriesen wird, in die Privatinsolvenz zu gehen, was mir noch mehr schadet als dass es hilft.
Um die Gesundheit zu schützen, ist der Rat, in die Privatinsolvenz zu gehen, durchaus konstruktiv. Gesundheit ist eines der höchsten Güter. Merkt man vor allem, wenn sie nicht mehr da ist. Lieber arm als krank.
Milli85 hat geschrieben: 26. Jan 2026, 04:51 Scheinbar sehen vereinzelte ihre Depression als lieb gewonnene Besonderheit und man wird nur als vollwertig angesehen wenn man Schlaftabletten und Psychopharmaka in sich hinein stopft und über Jahre krankgeschrieben ist.
Ich glaube, niemand hier sieht das so.
Zuletzt geändert von topost am 26. Jan 2026, 11:22, insgesamt 1-mal geändert.
Alles ist relativ relativ.
OldMrEmerson
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von OldMrEmerson »

Sehr geehrte Frau Millie,

ich schildere nur meinen Eindruck.
Was auf Ihrer Seite daraus wird, ist Ihre Sache.


Mit freundlichen Grüßen,
Nixe02
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Nixe02 »

Milli85 hat geschrieben: 23. Jan 2026, 20:15 Natürlich wird am Ende nur das weitere Aushalten bleiben oder der Rückzug mit Hoffnung auf eine andere Schule.
So sehe ich das auch, da es wohl ausgeschlossen scheint, dass sich die Kollegen an der jetzigen Schule, nun plötzlich in nachsichtige, wohlgesonnene Mitmenschen verwandeln werden.

Kalendersprüche rezitieren oder gute Wünsche aussprechen, wird wohl kaum eine Veränderung hervorbringen.

Viel Erfolg bei der Rechtsberatung.
Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

topost hat geschrieben: 26. Jan 2026, 07:12 Um die Gesundheit zu schützen, ist der Rat, in die Privatinsolvenz zu gehen, durchaus konstruktiv. Gesundheit ist eines der höchsten Güter. Merkt man vor allem, wenn sie nicht mehr da ist. Lieber arm als krank.



Ich glaube, niemand hier sieht das so.
Das ist dein Weg in die Privatinsolvenz zu gehen.
Meiner muss nicht genauso aussehen.
Arm und unter der Brücke schließt krank übrigens nicht aus.
Frag mal Obdachlose, die auch psychische Probleme hatten und haben (und das hat die Mehrheit von ihnen, denn die sind bei weitem nicht alle suchtkrank).
Starfire
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Starfire »

Liebe Milli,

für eine wirklich fundierte Meinung fehlt mir hier an dieser Stelle natürlich Detailwissen, aber was ich dir pauschal dazu raten kann, ist Folgendes:

Proaktives Handeln ist enorm wichtig, um eine Privatinsolvenz, sofern eine solche überhaupt im Raum steht, zu vermeiden.

Strategische Überlegungen sind wohl im Moment eher vorrangig, um die andauernden Schikanen an deinem Arbeitsplatz grundsätzlich zu beenden.

Und zu guter Letzt rate ich dir zu einem vertrauensvollen Austausch mit Menschen, die Verständnis für deine Situation haben und auch die Komplexität verstehen. 

Solche Gespräche sind wirklich wichtig für deine emotionale und mentale Gesundheit. Du bist verständlicherweise aufgewühlt und es ist wichtig, sich verbunden und verstanden zu fühlen. Nicht immer nur gegen Windmühlen kämpfen zu müssen.

Die Akkumulation von Problemen erreicht sehr schnell eine toxische Dynamik, was zu emotionaler und psychischer Belastung führt. Und da musst du nicht allein durch. Wirklich nicht!

Alles Liebe für dich!
DieNeue
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von DieNeue »

Hallo alle,

zum Thema Privatinsolvenz:
Armut und Geldsorgen können auch krank machen. Ich spreche da aus Erfahrung.
Deshalb denke ich, dass so eine Entscheidung eine Gratwanderung ist und Milli85 am besten entscheiden kann, welche Nachteile und Risikofaktoren sie besser ertragen kann und will. Außerdem kennt nur Milli85 ihre finanzielle Situation im Detail und Außenstehende ohne diese Kenntnisse sollten sich da nicht zu sehr einmischen.

Liebe Grüße,
DieNeue
Nixe02
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Nixe02 »

Ich verstehe die ganze Insolvenz-Diskussion nicht, einer (!) schulg es vor,
Milli85 bekundete, dass es nicht in Frage kommt - warum kann man das nicht einfach akzeptieren?

"Lieber arm und gesund, als reich und krank" ... Verzeihung, doch was sind das denn für Weisheiten?
Milli85
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Milli85 »

Starfire hat geschrieben: 30. Jan 2026, 23:45 Liebe Milli,

für eine wirklich fundierte Meinung fehlt mir hier an dieser Stelle natürlich Detailwissen, aber was ich dir pauschal dazu raten kann, ist Folgendes:

Proaktives Handeln ist enorm wichtig, um eine Privatinsolvenz, sofern eine solche überhaupt im Raum steht, zu vermeiden.

Strategische Überlegungen sind wohl im Moment eher vorrangig, um die andauernden Schikanen an deinem Arbeitsplatz grundsätzlich zu beenden.

Und zu guter Letzt rate ich dir zu einem vertrauensvollen Austausch mit Menschen, die Verständnis für deine Situation haben und auch die Komplexität verstehen. 

Solche Gespräche sind wirklich wichtig für deine emotionale und mentale Gesundheit. Du bist verständlicherweise aufgewühlt und es ist wichtig, sich verbunden und verstanden zu fühlen. Nicht immer nur gegen Windmühlen kämpfen zu müssen.

Die Akkumulation von Problemen erreicht sehr schnell eine toxische Dynamik, was zu emotionaler und psychischer Belastung führt. Und da musst du nicht allein durch. Wirklich nicht!

Alles Liebe für dich!

Könntet ihr bitte einfach alle das Thema Privatinsolvenz lassen?
Ich gehe in keine Privatinsolvenz. Eher nehme ich mir einen Anwalt oder gehe aus Krankheitsgründen gegen die Regelung der Rückzahlung vor.
Es wäre schön, wenn man Forenteilnehmer in Zukunft recourssenorientiert berät und ihnen nicht ihre eigene Lebenssituation und den Willen aufdrückt.
Danke.
Mia123
Beiträge: 61
Registriert: 11. Jun 2024, 18:47

Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Mia123 »

Hallo Milli,
Ich habe bisher nur still mitgelesen, kann einige Antworten auch nachvollziehen. Privatinsolvenz etc. Das komme ich gerade nicht mit.
Ich bin eine voll ausgebildete Lehrkraft und finde einen Seiteneinstieg -ohne die entsprechende Betreuung sehr schwierig. Nicht umsonst werfen viele hin.
Ich bin selbst aktuell AU und hatte vor Jahren schon einige längere Krankheitsphase. Ja, blöd für das System, die Kollegen, die Schüler. Nur sind alternative Beschäftigungsmöglichkeiten/Umschulung, insbesondere wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist, schwer zu finden. Ich habe mich umfänglich informieren lassen. Die aktuelle Wirtschaftslage spielt ja auch nicht für uns.
Ich wünsche dir trotz allem alles Gute und bin mir sicher, dass in deiner Situation ein Schulwechsel hilfreich wäre. Mal ehrlich, was hast du zu verlieren?
Alles Gute für dich!
Mia123
Beiträge: 61
Registriert: 11. Jun 2024, 18:47

Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von Mia123 »

* nicht nachvollziehen sollte es lauten
OldMrEmerson
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Re: Lehrersein und Depressionen

Beitrag von OldMrEmerson »

Milli85 hat geschrieben: 4. Feb 2026, 09:50 Es wäre schön, wenn man Forenteilnehmer in Zukunft recourssenorientiert berät und ihnen nicht ihre eigene Lebenssituation und den Willen aufdrückt.
Danke.
Guten Tag Millie,

Ich schreibe Ihnen nun doch nochmal einen Beitrag. Ich habe kein Problem damit deshalb, von Ihnen angegangen zu werden. Das bin ich, nicht zuletzt, aus verschiedenen Aufenthalten in der Akutpsychiatrie gewohnt.

Sie benötigen meiner Meinung nach eine psychiatrische Behandlung, weil Sie ein Vermeidungsverhalten in Bezug auf für Sie frustrierende Themen entwickelt haben. Zur Rechtfertigung verwenden Sie Ihr Ziel einer Verbeamtung. Ihre Ressource ist, dass Sie quasi noch kampfesfähig sind. Aber wie gesagt, meine ich, bei Ihnen eine eingeschränkte "Manövrierfähigkeit" zu erkennen. Die Ursache ist vermutlich die von Ihnen beschriebene Feindseligkeit an Ihrem Arbeitsplatz. Man hat Sie auf diese Weise schon erwischt und Sie sollten eine Behandlung dagegen machen, damit Sie anfangen können Schadensbegrenzung zu betreiben, in welcher Form auch immer.

Bei ambulanter psychiatrischer Behandlung ergeben sich lange Wartezeiten. Bei einer teilstationären ist das etwas besser und man kann nachmittags nachhause gehen. Bei einer stationären Behandlung würde ich das Problem sehen, dass ihre Qualitätsstandards zumindest nicht auf Anhieb erfüllt werden könnten.

Mit freundlichen Grüßen und ich werde zu diesem Thema keine weiteren Beiträge schreiben.
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