schöne Hörspiele

anna_lyle
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Re: schöne Hörspiele

Beitrag von anna_lyle »

Schwarzer Hund im Selbstgespräch:
Heute schnapp' ich mir Ivy. Sie hat sich verausgabt, weil sie es allen recht machen wollte. Da gibt's ein paar Schlupflöcher für mich. Auf der einen Tür steht "Schlechtes Gewissen", da schau ich mal rein. Sie macht sich selber fertig. Ivy hat diese Angewohnheit, sich ständig zu kritisieren und das ist meine Chance: da hänge ich mich rein und verpeste ihre Seele.
Pyrrha
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Re: schöne Hörspiele

Beitrag von Pyrrha »

Teich-Ente @Schwarzer Hund:
    Was immer Du denkst, fühlst, möchtest, vorhast, im Schilde führst etc., ich fühle mit, und zwar mit allen Wesen, also auch mit Ivy. Wenn Du, Schwarzer Hund, meinst, Du könntest unerkannt davonkommen, dann irrst Du Dich. Alle Akteure gemeinsam werden Dich " zähmen ", in die Schranken weisen, denn ich bin in allen. Unsere gemeinsame Kraft wird Dein Gift unschädlich machen. Es wird Ivy's Seele nicht verpesten, sondern Ivy wird ihre Seele vergolden: Unschädlich gemacht ist Dein Gift Gold wert, denn dann hilft es einem Akteur, sich zu konturieren, so auch Ivy. So braucht Ivy kein schlechtes Gewissen zu bekommen.
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    anna_lyle
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    Re: schöne Hörspiele

    Beitrag von anna_lyle »

    Ivy ist erleichtert, der schwarze Hund hat sich jaulend zurückgezogen. Verrückt, jetzt hat sie Mitleid mit dem schwarzen Hund, was braucht der wohl?
    Pyrrha
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    Re: schöne Hörspiele

    Beitrag von Pyrrha »

    Martinez @Katze: Ich denke, dass er beachtet werden will ➛ Wenn wir aufmerksam führen, wird seine Aufdringlichkeit geringer, und ES WIRD BESSER ¹
    Haimo @Tangenti: Ich fühle , dass er beruhigt werden will ➛ Wenn wir sein Rumoren lenken, wird seine innere Unruhe geringer , und ES WIRD BESSER ²
    Wolf @Ivy: Ich verstehe, dass er erkannt werden will ➛ Wenn wir ihn unmittelbar beachtend beruhigen, wird er auf einmal ruhig, und ES WIRD BESSER ³
      … "Doch heute ist Ivy milder mit sich. Sie lächelt über ihre eigenen Zweifel, krault die schnurrende Katze und denkt, dass es wohl…" [Ivy @Katze]
      … "Wenn mein Gehirn mal wieder mit Overthinking und negativen Gedanken loslegt, erinnere ich mich jetzt daran [Milde] …" [Widhüter @Großvater]

      Pyrrha @sich selbst: Dann beherzige dieses auch bitte und sei nachsichtiger mit Dir selbst .
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        Anmerkungen: 4 tracks im nächsten Beitrag
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        Pyrrha
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        Re: schöne Hörspiele

        Beitrag von Pyrrha »

        Teich-Ente⠀@⠀Schw. Hund :
        part ofㅤㅤㅤㅤㅤㅤpart of
        [ P y r r h a ]⠀@⠀[ W o l f r a m ]
        ⠀… … … ㅤㅤㅤㅤ… … …
          ³⠀immediate insight :ㅤDavid Celeste - The Inspector [ J. Bornlöf ] : https://youtu.be/GZYVgKyoykg?si=P8ghYIuOmgzdFjsA
          ²⠀loving compassion :ㅤJan Hammer Group - Don ' t You Know : https://youtu.be/veF8UBTI0f8?si=du1cmB5v0XOR79yV
          ¹⠀exact mindfulness :ㅤPye Corner Audio - Self Synchronise : https://youtu.be/mXiGQjlVxEU?si=g7XDdxOCe9bU1YST
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          ⁰⠀baffling nullification
          ⠀:ㅤD. Celeste - Try and Catch Us Now : https://youtu.be/m8MFmKdNnuI?si=yGOyQ-4cLV7z-aUV
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von anna_lyle »

          Ivy hat den schwarzen Hund bei sich; er ist sehr brav und läuft an ihrer Seite. Sie kämpfen sich durch den vereisten Wald, der Schnee knackt, es sind wahre Eispanzer geworden durch den Regen. Ivy will den Wildhüter besuchen.Leider ist der Wildhüter nicht zu Hause, auch nicht in seinem Atelier. Ivy beschließt, ins Lebkuchenlabor zu gehen und zu schauen, wer dort ist.

          Sie summt diese Melodie vor sich hin: https://open.spotify.com/track/1kNGJ8pB ... ASLvsRS9hg

          Und denkt dabei an Henry, wie es war als sie sich kennenlernten vor 30 Jahren.

          In der Ferne heulen Wölfe. Der schwarze Hund zerrt an der Leine.
          Max_
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von Max_ »

          Wildhüter lag‘ im Bett und schlief, als Ivy klingelte. Er ist noch krank und muss sich mit Geduld auskurieren. Dabei bleibt viel auf der Strecke, auch die Kontakte zu den anderen. Auch gesellen sich Ängste dazu. Ivy‘s Besuch hätte ihm also wirklich gutgetan, denn die letzten Tage gehen an seine Substanz. Sie kann gut auf andere eingehen, denn sie hat selbst viel erlebt.

          Er muss nun äußerst wachsam bleiben, dass die Tür des schwarzen Hundes geschlossen bleibt. Morgen wird er mit einer „Kontakt-Initiative“ dagegenhalten… und das Meditieren wieder zur Gewohnheit machen.

          https://open.spotify.com/track/201bRtcf ... SqJcAZYa8A
          anna_lyle
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von anna_lyle »

          Connie kommt von einer längeren Reise zurück. Sie hat ihre Cousine in England besucht und kann es gar nicht abwarten, Wildhüter Max wiederzusehen. Mit lauter Leckereien im Korb steht sie vor seiner Tür: Orangenmarmelade, McVitie's Hobnobs, Cadbury Flake, Tunnock’s Teacake, Salt-&-Vinegar-Crisps, Marmite. Sie klopft, und es dauert ziemlich lange, bis er die Tür öffnet.
          Max_
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von Max_ »

          Ein Gefühl von Wärme durchströmt Wildhüter Max, als er Connie‘s vertrautes Gesicht in der Tür sieht. Mit einem fröhlichen Cheers tritt sie ein und präsentiert dem noch zerknautschten Wildhüter ihre britischen Spezialitäten. Zeit, einen Tee aufzusetzen. Auf der Teebox mit dem Schwarztee liest er: Was, wenn alles gut ausgeht?
          anna_lyle
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von anna_lyle »

          😅
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von anna_lyle »

          Katze@Martinez:
          Welche Erfahrungen hast du denn dabei gemacht, den schwarzen Hund zu führen? Wenn er mit Ivi unterwegs an der Leine ist, dann sieht es easy aus, aber wenn er bei Peter ständig hochspringt und ihm das Gesicht leckt und ihn dann am Ende sogar umwirft, habe ich kein gutes Gefühl.
          anna_lyle
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von anna_lyle »

          Ivy ist gestern bei Eddys Inn eingekehrt und hat Wolf getroffen. Sie haben lange über innere Anteile gesprochen und über die Rolle des schwarzen Hundes. Heute Vormittag machen Sie eine lange Wanderung zum nahegelegenen Berg, der schwarze Hund ist mit unterwegs an der Leine. Die Sonne scheint der Schnee schmilzt und es ist eine herrlich klare Luft. Frostig. Kristallblau. Tropfen, die in der Sonne glänzen.
          Pyrrha
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          Re: schöne Hörspiele

          Beitrag von Pyrrha »

          Martinez@Katze:
          Deine Frage ist sehr gut. In der obigen Formulierung steckt viel Wunschdenken von mir drin: Ich möchte damit Wolf irgendwie auffordern, endlich etwas zu unternehmen. Aber es ist nicht nur Wunschdenken von mir: Stets ging es Wolf besser, wenn ich auf seine Spontaneität aufpasste: Sein inneres Spektrum ließ ihn sehr schwanken, und dies nutzte der Schwarze Hund. Wann immer ich konnte, versuchte ich Wolf zu größerer Achtsamkeit im Umgang mit sich und seinen Chancen zu bewegen, und wenn er sich auf eine Sache konzentrierte, dann ging es ihm auch immer gut. Ich nahm ihn sozusagen ähnlich an die Leine wie Du es mit Ivy beschreibst. Dann aber riss sich der Schwarze Hund völlig abrupt und unerwartet immer wieder los und sprang Wolf an, der flüchtete.
            Wolf@Katze:
            Ich kann Dich sehr sehr gut verstehen in Bezug auf Peter. Ich fühle mich beschrieben, als ich noch jung war. Damals zeigte sich mir Martinez noch nicht klar. Genau das brauchen junge gefährdete Menschen: einen Mentor, der sie aufmerksam macht auf Fallstricke im äußeren wie im inneren Leben. Solange sich der Mentor bei mir noch nicht herauskristallisiert hatte, ohne innere Führung, verlor ich Halt, und haltlos hatte der Schwarze Hund leichtes Spiel. Martinez will mir helfen, indem er versucht, mich wach zu rütteln: Vor nunmehr über einem Jahr fiel ich in eine Art "Generalkapitulation". So spricht Martinez zum Beispiel ganz konkret zu mir: "Wolf, Du hast zwei Bücher bekommen, die Dir helfen werden, den Schwarzen Hund an die Leine zu nehmen. Bitte lese sie."
              Wolf@Ivy:
              Es ist schön, Dein Bild, es freut mich sehr. Mit meinem Geist bin ich tatsächlich auch dort: In meiner Vorstellung sehe ich den in der Sonne glitzernden Schnee auf unserer Wanderung in der kristallblauen Luft zu dem nahegelegenen Berg während wir über die Innere Familie mit allen ihren Mitgliedern sprechen. Es ist wunderschön. Ich sehne mich nach solchen Sachen, hier in meinem " hydraulischen ¹ Schlauch".
                ___________
                ¹ Herkunft des Wortes hydraulisch: zu hydraulikós griech. (ὑδραυλικός): ‘zur Wasserorgel gehörig’ < hýdraulis.griech. (ὕδραυλις): ‘mit Wasserkraft betriebenes Tasteninstrument, Wasserorgel’ < hýdōr griech (ὕδωρ): ‘Wasser’ + aulós griech (αὐλός): ‘Flöte, Röhre, Rohr’ㅤhttps://youtu.be/FeW2oPVaKZw?si=suKrb_qmEwnbiR6_
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                anna_lyle
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                Re: schöne Hörspiele

                Beitrag von anna_lyle »

                Peter sitzt am Bach und hört Händels Wassermusik (danke Pyrrha!). Er ist traurig. Großvater kann nichts mit ihm unternehmen weil er immer noch so viele Schmerzen hat und irgendwie hat er gerade den Kontakt zu Tom und sich selbst verloren... die Musik ist tröstlich.
                Er überlegt ob er einfach zu Wildhüter geht und sich zum Frühstück einlädt. Velleicht ist Conny ja auch da, die beiden sind zusammen immer sehr lustig. Und wahrscheinlich ist auch das Bild von der Teichente weiter gemalt worden...
                Max_
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                Re: schöne Hörspiele

                Beitrag von Max_ »

                Wildhüter Max und Conny (ja, noch da!) freuen sich, als Peter vor der Türe steht. Eine angenehme Überraschung. Der Junge hat sogar selbstgebackene Brötchen (aus dem Lebkuchenlabor) mitgebracht, die wunderbar zur Orangenmarmelade aus UK passen. So kann ein Sonntag auch starten, denkt sich der Wildhüter und gewinnt an Zuversicht. Er überlegt, was sie danach noch Lustiges mit Peter machen können: Action-Painting im Atelier? Zum See gehen und Eisschlittern? Gemütlicher Spiele-Nachmittag und Connys Kekse mampfen?
                anna_lyle
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                Re: schöne Hörspiele

                Beitrag von anna_lyle »

                Peter sagt: alles nacheinander! und plötzlich fällt ihm auch wieder Tom ein, den er gerne dabei hätte. Eine wilde Freude befällt ihn, als er sich vorstellt, Action Painting zu machen und mit Wildhüter und Conny auf dem See zu schlittern, ach, es kann so einfach sein!
                Pyrrha
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                Re: schöne Hörspiele

                Beitrag von Pyrrha »

                Peter hat geschrieben: 8. Feb 2026, 08:47 Peter sitzt am Bach… Er ist traurig. Großvater kann nichts mit ihm unternehmen… Schmerzen… Kontakt zu Tom und zu sich selbst...
                Wolf@Peter:
                  Deine Traurigkeit zeigt, dass Du die Bedeutung von Erfahrung spürst. Das ist sehr sehr gut, denn seine eigene Richtung zu finden ist essentiell wichtig für ein gelingendes Leben. Wenn Großvater (Henry) Dir momentan keinen Rat geben kann, weil er sehr mit sich kämpft, was ist dann mit Deinem Vater? Bist Du der Sohn von Anna oder bist Du ein Inneres Familienmitglied von ihr? Gleichgültig, wer oder was Du bist, ich will Dir ein schönes Hörspiel als Gleichnis erzählen:


                  Es gab im alten Griechenland einen Mann namens Odysseus, König von Ithaka, der eine Irrfahrt durchmachte auf seiner Heimkehr von Troja mit seinen Gefährten, wo sie einen Krieg gegen die Trojaner führten, da diese die schönste Frau der Welt entführt hatten, Helena. Sie war verheiratet mit Menelaos, König von Sparta, wurde aber im Zuge einer Intrige von Eris, der griechischen Göttin der Zwietracht, dem verstoßenen trojanischen Prinzen Paris versprochen: Eris wurde nämlich nicht eingeladen zu einer bestimmten Götterhochzeit und warf beschämt einen goldenen Apfel mit der Aufschrift "Der Schönsten" in die Hochzeitsgesellschaft. Aphrodite, die Göttin der Liebe und Begierde, Athene, die Göttin der Weisheit und Strategie und Hera, die Göttin von Ehe und Familie, begannen daraufhin zu streiten, wem von ihnen der goldene Apfel gebühre ("Zankapfel"), wer von ihnen also sinnbildlich "die Schönste im ganzen Lande" sei. Man könnte auch sagen, dass die drei griechischen Hauptgöttinnen einer zynischen Intrige auf den Leim gegangen sind:

                  Zeus, der höchste griechische Gott, bestimmte vom Thron des Olymp herab den jungen Sterblichen Paris als Schiedsrichter ("Urteil des Paris"). Paris war Sohn des trojanischen Königs, wurde aber von seinem Vater verstoßen und lebte ein unerkanntes Hirtendasein. Hermes, der Götterbote, brachte die drei streitenden Göttinnen zu ihm, und jede versuchte, den schönen Hirtenjungen zu bestechen, um an den goldenen Apfel zu kommen: Hera versprach ihm unumschränkte Regentschaft der Welt, Athene versprach ihm vollständigen Edelmut, Aphrodite versprach ihm die Liebe der schönsten Frau der Welt, Helena. Darauf ging Paris ein. Da Helena aber bereits mit Menelaos verheiratet war, musste sie entführt werden, damit sich Aphrodite's göttliches Versprechen erfüllt: Helena ließ sich einvernehmlich von Paris nach Troja entführen, wobei die beiden dort evtl. nie angekommen sind, sondern nach Ägypten verschlagen wurden. Möglicherweise kam in Troja nach dem Willen der Götter nur das "Phantom" von Helena an. Egal, was geschah, Hera und Athene beschlossen, gegen Troja zu Felde zu ziehen, da sie im Streit um die Schönste ("Zankapfel") der Aphrodite unterlagen. So zettelten sie unter den Griechen den Feldzug gegen Troja an: Als Helena noch nicht verheiratet war und sich Könige und Fürsten, darunter auch Odysseus, um sie bemühten, hatten alle untereinander geschworen, dass sie einander beistehen würden, im Falle es mit Helena zu Schwierigkeiten kommen sollte, da ihre Schönheit derart überwältigend war, dass kein Mann ihr widerstehen konnte. So zogen also die Griechen unter Führung des gehörnten Menelaos mit einer List nach Troja, darunter Odysseus. Er hatte Penelope geheiratet, als Helena Menelaos wählte. Die Trojaner verloren den Krieg, Menelaos und Helena kehrten nach Sparta zurück, wobei Menelaos seine Frau evtl. in Ägypten wiedergefunden hat. Die anderen Griechen kamen fast alle um. Odysseus war einer der Wenigen, die überlebten, und deshalb, lieber Peter, musste ich Dir diese Vorgeschichte kurz schildern, denn sonst wird nicht verständlich, was ein "Mentor" ist:

                  Die Götter erlaubten Odysseus, der sieben Jahre lang auf einer einsamen Insel von der Nymphe Kalypso gefangen gehalten wurde, die Heimkehr. Auch Athene reiste auf die Insel Ithaka, da dort Penelope von vielen Freiern bedrängt wurde, die um sie buhlten.
                  Ihr Sohn Telemachos kämpfte um seine Mutter, denn er glaubte an die Rückkehr seines Vaters. Athene, die Göttin der Weisheit [im Sinne von "Kunstfertigkeit"], erschien in der Buhlerei um seine Mutter in freundlicher Gestalt des "Mentes", und dieser "Mentes" ("Mentor" : Athene als "kunstfertige Weisheit") spricht Telemachos Mut zu im Kampf gegen die Buhler um seine Mutter: Sie gab ihm den Rat, eine Versammlung einzuberufen und sich auf die Suche nach dem verschollenen Vater zu machen. Telemachos ging daraufhin zu den verbündeten Freunden nach Sparta, in der Hoffnung, zu erfahren, was mit seinem Vater geschah. Die Buhler um seine Mutter planten, ihn hinterhältig bei seiner Rückkehr zu ermorden. Sein Vater Odysseus war zu der Zeit bereits auf der Rückkehr in sein kleines Imperium. Diese seine Rückkehr gestaltete sich als Irrfahrt, in der Odysseus viele Abenteuer, aber auch viele Versuchungen und Kämpfe zu bestehen hatte. Er bestand sie alle, kehrte auf die Insel Ithaka zurück und sondierte die Lage um seinen Palast. Athene verwandelte ihn in einen Bettler, um ihn vor den Buhlern seiner Ehefrau zu beschützen. Telemachos entkam dem Hinterhalt der Buhler. Vater und Sohn erkannten sich, da sich Odysseus seinem Sohn kurz zeigen konnte wie er in Wirklichkeit ist: Athene machte es möglich ¹. Als Odysseus nach 20 Jahren in Bettlergestalt in seinen Palast zurückkehrt, ist es sein Jagdhund Argos, der ihn zuerst erkennt, dann seine Magd, also Wesen, die das Gegenteil von "Groß und Wichtig" sind, eine treue Dienerin und ein Hund, der im Palast von Ithaka 20 Jahre lang auf seinen Herrn wartete: Bei der Rückkehr seines Herrn ist Argos so schwach, dass er sich nicht mehr vom Misthaufen zu erheben vermag, auf dem er von Ungeziefer zerfressen wurde. Er liegt da, wedelt nur mit dem Schwanz, senkt die Ohren und stirbt (vgl. den Hund von Thomas de Frémont, dem Jungen, der "Allein gegen den Weihnachtsmann" kämpft, viewtopic.php?t=47066&start=50, 3615 code Père Noël, FR 1989). Penelope wurde immer stärker bedrängt und rief einen Wettbeweb aus: "Derjenige, der es vermag, den Bogen meines Mannes zu spannen, der solle mich haben", doch niemand der Buhler vermochte den Bogen zu spannen. Da versuchte es der verspottete, verlachte, verhöhnte Bettler: Er spannte den Bogen, gab sich zu erkennen und tötete die Buhler und alle Untreuen…


                  Wenn Du traurig bist und nicht recht weiter weißt, kannst Du unter Umständen in der Ilias und Odyssee des griechischen Dichters Homer Hilfe finden. Das Epos kann einen bestärken, an die Macht der Liebe zu glauben, trotz allen Unbills wie z.B. Zwietracht, vor der nicht einmal griechische Göttinnen gefeit sind. Dennoch dämmen sie Ungutes ein. Wenn man das Epos liest, bekommt man Zuversicht, die ein wichtiger Begleiter von Mentes ist, ein Indiz des Mentors.

                  –––––––––––––––––––––
                  ¹ In der Gestalt des vertrauten Freundes von Odysseus (Mentes / Mentor) begleitet Athene auch Telemachos, den Sohn von Odysseus, auf der Suche nach seinem Vater: "kunstfertige Weisheit / strategisches Vorgehen" ließ Telemachos den Hinterhalt (den "Fallstrick") rechtzeitig erkennen / der Gefahr entgehen:
                  https://open.spotify.com/intl-de/track/ ... 9211ae42e1 spotify: Lena Platonos - Bloody Shadows from Afar (Album "Galop" 1985) ²
                  https://youtu.be/GyKvA7IVqGU?si=Y88-rrV2h2EcUS0m YT: Lena Platonos - Bloody Shadows from Afar (Official Audio Release)

                  griech. Μέντωρ: Nomen agentis zur Wurzel indoeuropäisch *men(ə)- ‘denken, geistig erregt sein’
                  siehe auch mahnen / vergleiche auch altindisch mantár- ‘Denker’ ➛ Mantra [ logische Silbe, "Rede" ]
                    ² Übersetzung des Songs von Lena Platonos 'Bloody Shadows from Afar' ('Blutige Schatten aus der Ferne') im nächsten Beitrag
                    Zuletzt geändert von Pyrrha am 13. Feb 2026, 04:15, insgesamt 3-mal geändert.
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                    Re: schöne Hörspiele

                    Beitrag von Pyrrha »

                    ² … Übersetzung der Lyrics des Songs von Lena Platonos 'Bloody Shadows from Afar' ('Blutige / Blutrote Schatten aus der Ferne'):

                    Auf die Geschichten Deines Lebens | Reagiere ich oft | Mit Schaudern im Rücken | Ich wickle mich in eine orangefarbene Decke | Ich werde zu einem Blinden, der am Ende | Am Rand des Sofas, der Klippe | Unfähig zu Tränen und Poesie | Auf der Suche nach einer anderen Art des Sehens (ist) | Da wir nun schon große Kinder sind | Die viele Finger brauchen | Um die vergangene Zeit zu zählen | Um ihre (unsere ?) Finger weit auszustrecken | Um den ursprünglichen Schmerz zu berühren | Damit sie die Freude bewahren können | Ich sage es noch einmal | Ich sage es noch einmal...
                      Auf die Geschichten Deines Lebens | Reagiere ich oft | Mit Schaudern im Rücken | Ich wickle mich in eine orangefarbene Decke | Ich werde zu einem Blinden, der am Ende | Am Rand des Sofas, der Klippe | Unfähig zu Tränen und Poesie | Auf der Suche nach einer anderen Art des Sehens (ist) | Dann kommt plötzlich und heftig das Überleben | Und zwingt mich zum Abheben | Mit einer Geschwindigkeit, die fast der Lichtgeschwindigkeit entspricht
                        Ich entferne mich | In einem Himmelsgewölbe aus unendlichem Schillern | Und so sehe ich Dich, mein Freund, blutiger (blutroter) Schatten eines Rhythmus | Ob Du zustimmst oder nicht | Ob Du sprachlos bist | Mit uns im gleichen Einklang | Zusammen mit uns | Namhafter Komponist eines großen Brettspiels | Das manche Geschichte nennen | Und manche Geschichte der Lust
                          [ Übersetzung durch ' DeepL Übersetzer ' ]
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                          Re: schöne Hörspiele

                          Beitrag von Pyrrha »

                          META von Pyrrha (Anmerkung zu Lena Platonos / zum obigen Song) :

                          Der Songtext passt eigentlich eher auf Aphrodite ("Lust"), Zeus ansprechend ("Namhafter Komponist eines großen Brettspiels"). Dennoch lässt er sich auch mit Athene in Verbindung bringen, zum Einen weil die drei griechischen Hauptgöttinnen grundsätzlich einander brauchen und zum Anderen weil in dem Gedicht selbst der Bezug zur "kunstfertigen Weisheit" angedeutet wird über den Vers "Ich wickle mich in eine orangefarbene Decke". Diese kann als " Verhüllung " seitens Athene gedeutet werden. Hauptsächlich habe ich den Song ausgewählt wegen der Atmosphäre, die Melodie und Rhythmus schaffen (griech.: "Melos" (!) = Rezitation durch einen Dichter / Versmaß): Der Hörer wird augenblicklich an die Gestade einer griechischen Insel in der Ägäis verfrachtet, wo er als ein Dichter an der Meeresküste steht… an einer sanften Brandung… in einem Wind… einem ewigen Hauch …

                          …Lena Platonos (Griechisch: Λένα Πλάτωνος, * 21. Oktober 1951 in Heraklion, Kreta) ist eine griechische Pianistin aus Athen, wegweisend für die griechische elektronische Musik. 1981 debütierte sie mit Synthesizern auf "Sabotage". Ihr mystischer Synthesizer-Klang ist im obigen Song als Meeresrauschen und Wind zu hören. Sie setzte sich auch mit der Poesie von Kostas Karyotakis auseinander, quasi dem griechischen Baudelaire oder Georg Trakl. Der Songtext könnte von ihm inspiriert sein. Das zweite Markenzeichen ihrer elektronischen Musik ist ihr Sprechgesang, der einen antiken rezitierenden Dichter darstellt, modern gewandet. Laurie Anderson wurde von dieser Art, einen Text vorzutragen, beeinflusst. Platonos zaubert bewusst den griechischen Dichter hervor, und auch Anderson benutzt den Sprechgesang, um Verwunderung und Staunen auszudrücken …
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                          Re: schöne Hörspiele

                          Beitrag von anna_lyle »

                          Peter@Wolf:

                          Hey Wolf,
                          danke für deine netten Zeilen! Ich hab versucht, alles zu verstehen, aber ich glaub, es wär einfacher, wenn mir das jemand vorlesen würde und ich direkt nachfragen könnte, wenn ich was nicht checke. So viele neue Namen – ganz schön viel auf einmal!
                          Ich glaub, ich geh demnächst mal in die Bibliothek und schau, ob ich ein Buch über die griechischen Sagen finde. Dann kann ich das in Ruhe und in meinem eigenen Tempo lesen.
                          Mir geht’s auch schon wieder ein bisschen besser. Ganz liebe Grüße!
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                          Re: schöne Hörspiele

                          Beitrag von anna_lyle »

                          Meta
                          Anna@Pyrrha:

                          Peter ist nicht Annas Sohn, auch wenn manche Themen durch Annas Sohn inspiriert sind. In diesem Hörspiel ist Peter vielmehr ein junger, innerer Anteil – für mein Gefühl etwa 15 Jahre alt, aber das ist flexibel, je nachdem, wer in der Rolle von Peter schreibt.

                          Der Vater von Peter fehlt ja bezeichnenderweise in unserem Hörspiel...
                          Pyrrha
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                          Re: schöne Hörspiele

                          Beitrag von Pyrrha »

                          ok, danke,
                          'werde mich zurücknehmen… 'möchte nicht überdehnen…
                          es ist extrem viel "Stoff" in mir, da ich mich seit sehr langem praktisch nicht mehr ausgetauscht habe…
                          bitte sagt, wenn ich mich zu sehr einbringe, das hilft mir, mich zu justieren…
                          ________________________________
                          Das ist jetzt wirklich interessant für mich:
                          Ich sehe sehr deutlich meine Schwierigkeit, eine Rolle "gemeinsam zu teilen"
                          Es kann nur mit dem schweren sozialen Defizit (im Sinne von fehlendem realen Kontakt) zu tun haben
                          (mittlerweile sind es bereits fast 1 1/4 Jahre selbst auferlegte Isolation)
                          Zuletzt geändert von Pyrrha am 9. Feb 2026, 23:06, insgesamt 2-mal geändert.
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                          Re: schöne Hörspiele

                          Beitrag von anna_lyle »

                          Anna@Pyrrha:

                          Ich finde es auch schwierig, eine Rolle zu teilen; ich glaube, das ist etwas für "Fortgeschrittene" - vllt geht es auch gar nicht (?)... Und es ist möglich, dass wir daran scheitern.
                          Es tut mir weh, wenn du sagst, dass du 'schwere soziale Defizite' hättest. Ich schaue lieber auf deine Ressourcen: Du hast eine blühende Fantasie, profundes Wissen, poetische Fabulierfreude am Experimentieren, Humor, einen guten Musikgeschmack und noch vieles mehr.

                          Danke, dass du dich so weit auf dieses Experiment eingelassen hast und einlässt <3 und es durch deine Beiträge möglich machst und am Laufen hältst.
                          Max_
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                          Re: schöne Hörspiele

                          Beitrag von Max_ »

                          Pyrrha hat geschrieben: 9. Feb 2026, 18:28 ok, danke :-)
                          'werde mich zurücknehmen… 'möchte nicht überdehnen…
                          es ist extrem viel "Stoff" in mir, da ich mich praktisch nicht mehr ausgetauscht habe…
                          bitte sagt, wenn ich mich zu sehr einbringe, das hilft mir, mich zu justieren…
                          Für mich auch fein... und denke, dass jede:r hier ganz sich selbst sein darf, in allen Facetten.
                          anna_lyle
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                          Re: schöne Hörspiele

                          Beitrag von anna_lyle »

                          Peter hat Großvater besucht und fragte ihn nach den Griechischen Sagen. Großvater zog ein Buch aus dem Bücherregal: "Michael Köhlmeiers Sagen des klassischen Altertums" aus der Serie Pieper. Er las Peter das Kapitel "Krieg um Troja" vor. Die beiden mussten oft über das Hauen&Stechen der impulsiven und egogesteuerten Götter lachen. Großvater hatte Erdnusskekse und Tee aufgetischt und es wurde ein kurzweiliger Abend.
                          Schließlich schlummerte Peter auf Großvaters Couch ein.
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