Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Nein, ich will sie ja machen, nur muss ich mich dazu jetzt auch noch überwinden.
Ich bin immer gerne Lehrer, habe meine Sache auch gut gemacht.
Aber meine Verbeamtung gebe ich nicht auf, da mir keinet garantieren kann, dass mich die Depression in einem anderen Beruf nicht auch jetzt erwischen kann.
Wäre ich in dem Beruf unglücklich gewesen, hätte ich ihn schnell aufgegeben.
Ich bin immer gerne Lehrer, habe meine Sache auch gut gemacht.
Aber meine Verbeamtung gebe ich nicht auf, da mir keinet garantieren kann, dass mich die Depression in einem anderen Beruf nicht auch jetzt erwischen kann.
Wäre ich in dem Beruf unglücklich gewesen, hätte ich ihn schnell aufgegeben.
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Hallo Ihr Lieben,
also generell ist es gut, Hobbys noch nachzugehen.
Ein Hobby ist ja was anderes als arbeiten. Wenn ich 'ne Stunde Sport mache, dann habe ich ja keinen Arbeitstag hinter mich gebracht.
@DieNeue, das schmerzt zu lesen, wie es Dir geht. Aber ich finde Vergleiche problematisch. Niemand ging mit den Schuhen des Anderen. Und wie jede andere Krankheit auch (der Eine hat während der Grippe Schnupfen, der Andere Husten, Andere Beides) ist auch die Depression sehr individuell.
Vor allem ist sie oft keine alleinige Diagnose. Ich habe sie entwickelt durch eine PTBS z. B. Daher fragte ich Sonne auch, ob dem nicht in das Gebäude gehen wollen vielleicht auch etwas anderes zugrunde liegt.
Auch Menschen, die sich mit Drogen kaputt machen, haben zumindest eine andere Diagnose, Sucht.
Und sich kaputt machen hat eine Vorgeschichte, die ich nicht bewerten mag. Es gibt Geschichten, die liegen außerhalb der eigenen Vorstellungskraft.
Ich bekomme den Haushalt meistens ganz gut auf die Reihe, bin oft wandern und habe wieder etwas mit Sport angefangen und KANN trotzdem nicht arbeiten. Ob und wann sich das ändert - keine Ahnung. Da ich keine Möglichkeit sehe, dass sich meine Problematik ändert und die an jedem Arbeitsplatz bestehen würde, werde ich eine EM Rente beantragen.
Wenn aber schon in solch' einen Forum unterschwellige Vorwürfe zu finden sind, wird es mir noch schwerer fallen zu akzeptieren, dass es nicht mehr geht.
Viele Grüße
Waldliebe
also generell ist es gut, Hobbys noch nachzugehen.
Ein Hobby ist ja was anderes als arbeiten. Wenn ich 'ne Stunde Sport mache, dann habe ich ja keinen Arbeitstag hinter mich gebracht.
@DieNeue, das schmerzt zu lesen, wie es Dir geht. Aber ich finde Vergleiche problematisch. Niemand ging mit den Schuhen des Anderen. Und wie jede andere Krankheit auch (der Eine hat während der Grippe Schnupfen, der Andere Husten, Andere Beides) ist auch die Depression sehr individuell.
Vor allem ist sie oft keine alleinige Diagnose. Ich habe sie entwickelt durch eine PTBS z. B. Daher fragte ich Sonne auch, ob dem nicht in das Gebäude gehen wollen vielleicht auch etwas anderes zugrunde liegt.
Auch Menschen, die sich mit Drogen kaputt machen, haben zumindest eine andere Diagnose, Sucht.
Und sich kaputt machen hat eine Vorgeschichte, die ich nicht bewerten mag. Es gibt Geschichten, die liegen außerhalb der eigenen Vorstellungskraft.
Ich bekomme den Haushalt meistens ganz gut auf die Reihe, bin oft wandern und habe wieder etwas mit Sport angefangen und KANN trotzdem nicht arbeiten. Ob und wann sich das ändert - keine Ahnung. Da ich keine Möglichkeit sehe, dass sich meine Problematik ändert und die an jedem Arbeitsplatz bestehen würde, werde ich eine EM Rente beantragen.
Wenn aber schon in solch' einen Forum unterschwellige Vorwürfe zu finden sind, wird es mir noch schwerer fallen zu akzeptieren, dass es nicht mehr geht.
Viele Grüße
Waldliebe
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Hallo Waldliebe,
da hast du völlig Recht.
Es ist nun mal individuell.
Ich glaube nicht, dass jemand von uns hier gerne nicht funktioniert...
Leider werden wir wohl immer Leuten begegnen, dueves nicht verstehen werden und blöde Kommentare abgeben.
Aber genau das ist die Kunst, es nicht persönlich zu nehmen.
Wir wissen, warum es nicht mehr geht. Wir haben schon viel vorher versucht!
Schönen Tag!
Sonne
da hast du völlig Recht.
Es ist nun mal individuell.
Ich glaube nicht, dass jemand von uns hier gerne nicht funktioniert...
Leider werden wir wohl immer Leuten begegnen, dueves nicht verstehen werden und blöde Kommentare abgeben.
Aber genau das ist die Kunst, es nicht persönlich zu nehmen.
Wir wissen, warum es nicht mehr geht. Wir haben schon viel vorher versucht!
Schönen Tag!
Sonne
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Erst nach Erfahrungen fragen und wenn dann jemand völlig andere Erfahrungen gemacht hat und deine Situation nicht ganz versteht, weil sie sich völlig anders anhört als die eigene, ist es gleich ein blöder Kommentar? Sorry, aber ich bin hier raus.Sonne29 hat geschrieben: 8. Jan 2026, 11:23 Leider werden wir wohl immer Leuten begegnen, dueves nicht verstehen werden und blöde Kommentare abgeben.
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Liebe DieNeue,
Schade, dass Du Deinen Beitrag gelöscht hast, den ich nicht als "blöden Kommentar" gelesen habe, sondern als Feststellung für Dich, dass es Dir wesentlich schlechter geht.
Das Vergleichen finde ich allerdings trotzdem problematisch. Ich habe immer funktioniert, fast 50 Jahre lang. Das heißt aber nicht, dass es mir besser ging. Mein Körper hat Krankheiten entwickelt, die nicht altersgemäß sind. Ich habe 2 Autoimmunkrankheiten bekommen, der Zusammenhang zwischen Stress (in meinem Fall emotionalem Stress) ist bewiesen. Ich glaube nicht, dass wir bewerten können, wie es anderen Menschen tatsächlich geht, "nur" weil sie nicht komplett handlungsfähig sind (was schlimm ist).
So, wie wir verschiedene Äußerlichkeiten haben, total verschieden, so sind wir auch innendrin verschieden.
DieNeue, ich erkläre mir das so, dass Du gerade eine super schlechte Phase hast. Das kenne ich von mir. Da bin ich dann sehr in meiner Lage gefangen und es schreit nach Anerkennung und manchmal leider auch nach "Hach-der-geht-es-doch-nur-halb-so-schlecht-wie-mir".
Wir sind Menschen, keine Engel. Und in ganz dunklen Stunden können wir ungerecht werden.
Schön wäre, wenn wir zusammenhalten und andere mit ihrem Leid, mit ihren individuellen Einschränkungen annehmen und keine Vergleiche anstellen.
@Sonne, ja, kampflos räumt niemand ein Feld.
Euch allen einen einigermaßen guten Tag!
Viele Grüße
Waldliebe
Schade, dass Du Deinen Beitrag gelöscht hast, den ich nicht als "blöden Kommentar" gelesen habe, sondern als Feststellung für Dich, dass es Dir wesentlich schlechter geht.
Das Vergleichen finde ich allerdings trotzdem problematisch. Ich habe immer funktioniert, fast 50 Jahre lang. Das heißt aber nicht, dass es mir besser ging. Mein Körper hat Krankheiten entwickelt, die nicht altersgemäß sind. Ich habe 2 Autoimmunkrankheiten bekommen, der Zusammenhang zwischen Stress (in meinem Fall emotionalem Stress) ist bewiesen. Ich glaube nicht, dass wir bewerten können, wie es anderen Menschen tatsächlich geht, "nur" weil sie nicht komplett handlungsfähig sind (was schlimm ist).
So, wie wir verschiedene Äußerlichkeiten haben, total verschieden, so sind wir auch innendrin verschieden.
DieNeue, ich erkläre mir das so, dass Du gerade eine super schlechte Phase hast. Das kenne ich von mir. Da bin ich dann sehr in meiner Lage gefangen und es schreit nach Anerkennung und manchmal leider auch nach "Hach-der-geht-es-doch-nur-halb-so-schlecht-wie-mir".
Wir sind Menschen, keine Engel. Und in ganz dunklen Stunden können wir ungerecht werden.
Schön wäre, wenn wir zusammenhalten und andere mit ihrem Leid, mit ihren individuellen Einschränkungen annehmen und keine Vergleiche anstellen.
@Sonne, ja, kampflos räumt niemand ein Feld.
Euch allen einen einigermaßen guten Tag!
Viele Grüße
Waldliebe
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Was bedeutet denn Zusammenhalten ? Dass niemand mehr Kritik äußern darf ? Oder die eigene Meinung ? Man muss ja nicht damit d'accord gehen. Deshalb braucht es auch den Hinweis auf fehlenden Zusammenhalt nicht. Die meisten Dinge können ja verschieden betrachtet werden.
Der eine sieht es als unsozial an, wenn er von der Gesellschaft nicht das bekommt, was er möchte. Und der andere findet es unsozial, wenn er immer mehr von seinem Gehalt abgeknöpft bekommt, aber jeden Tag auf Arbeit geht.
Ich hab manchmal das Gefühl, dass es 2 Denkschulen gibt - die eine Seite legt sehr viel Wert auf Eigenverantwortung und die andere möchte immer getragen werden. Und ja, das ist ein schwieriges Thema. Ich bedauere es manchmal sehr, das die erstere Denke unterproportional hier vertreten ist.
LG Senif
Der eine sieht es als unsozial an, wenn er von der Gesellschaft nicht das bekommt, was er möchte. Und der andere findet es unsozial, wenn er immer mehr von seinem Gehalt abgeknöpft bekommt, aber jeden Tag auf Arbeit geht.
Ich hab manchmal das Gefühl, dass es 2 Denkschulen gibt - die eine Seite legt sehr viel Wert auf Eigenverantwortung und die andere möchte immer getragen werden. Und ja, das ist ein schwieriges Thema. Ich bedauere es manchmal sehr, das die erstere Denke unterproportional hier vertreten ist.
LG Senif
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Liebe Senif,
ich habe 32 Jahre Vollzeitarbeit und weitere 5 Jahre Teilzeitarbeit hinter mir. U.a. auch eine eigenfinanzierte 3-jährige Ausbildung. Ich habe einige tausend Euro in Therapie etc gesteckt. Ich habe Kassentherapie gemacht, ich war in Reha und ich habe mich belesen zu meinen Problematiken.
Ich glaube mich erinnern zu können, dass Du EM Rente hattest und nun studierst - könnte sein, dass Du spätestens im Alter wegen fehlender finanzieller Mittel NOCHMALS auf Sozialleistungen der Gesellschaft zurückgreifen musst.
Es geht außerdem wohl kaum um eine "Denke".
Ich bin gerade maximal entsetzt.
Viele Grüße
Waldliebe
ich habe 32 Jahre Vollzeitarbeit und weitere 5 Jahre Teilzeitarbeit hinter mir. U.a. auch eine eigenfinanzierte 3-jährige Ausbildung. Ich habe einige tausend Euro in Therapie etc gesteckt. Ich habe Kassentherapie gemacht, ich war in Reha und ich habe mich belesen zu meinen Problematiken.
Ich glaube mich erinnern zu können, dass Du EM Rente hattest und nun studierst - könnte sein, dass Du spätestens im Alter wegen fehlender finanzieller Mittel NOCHMALS auf Sozialleistungen der Gesellschaft zurückgreifen musst.
Es geht außerdem wohl kaum um eine "Denke".
Ich bin gerade maximal entsetzt.
Viele Grüße
Waldliebe
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Senif, ich glaube, du hast das missverstanden. Um diese Thematik ging es hier gar nicht.Senif hat geschrieben: 8. Jan 2026, 18:40 Der eine sieht es als unsozial an, wenn er von der Gesellschaft nicht das bekommt, was er möchte. Und der andere findet es unsozial, wenn er immer mehr von seinem Gehalt abgeknöpft bekommt, aber jeden Tag auf Arbeit geht.
Ich hab manchmal das Gefühl, dass es 2 Denkschulen gibt - die eine Seite legt sehr viel Wert auf Eigenverantwortung und die andere möchte immer getragen werden. Und ja, das ist ein schwieriges Thema. Ich bedauere es manchmal sehr, das die erstere Denke unterproportional hier vertreten ist.
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
@ Waldliebe: Mir ging es nicht darum, alles zu vergleichen. Mir ist schon klar, dass es bei jedem unterschiedlich ist. Ich fand es aber befremdlich, Leute in einem Depressionsforum, die berentet sind, zu fragen, ob ihnen vor Langeweile nicht die Decke auf den Kopf fällt. Solche Fragen kenne ich nur von Leuten, die keine Ahnung von der Krankheit haben und die gar nicht in Betracht ziehen, dass die Zeit oft allein schon dadurch ausgefüllt wird, dass mit einer Krankheit alles anstrengender ist und länger dauert und man mehr Pausen braucht. Aber die Krankheit ist ja nicht plötzlich weg, nur weil die Arbeit weg ist. Da frage ich mich dann schon, wieso das anscheinend die Hauptsorge von jemandem ist.
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Hallo Die Neue!
Das sollte auch nicht gegen Dich sein..
Aber es ist nun mal so, dass ich mir Sorgen gemacht habe.
Der Gedanke, mit Mitte 40 nicht mehr arbeiten zu sollen, finde ich schon krass. Aber ich habe es oft genug versucht...
Und weil ich immer auch Phasen hatte, in denen es mir besser geht, mache ich mir natürlich Gedanken, wie das sein wird.
Ich habe schon die Hoffnung, dass die Depression bei mir weniger ausgelöst wird...weil ich diesen Anforderungen ausgeliefert bin bzw. In dem System nicht immer funktionieren muss.
Das sollte auch nicht gegen Dich sein..
Aber es ist nun mal so, dass ich mir Sorgen gemacht habe.
Der Gedanke, mit Mitte 40 nicht mehr arbeiten zu sollen, finde ich schon krass. Aber ich habe es oft genug versucht...
Und weil ich immer auch Phasen hatte, in denen es mir besser geht, mache ich mir natürlich Gedanken, wie das sein wird.
Ich habe schon die Hoffnung, dass die Depression bei mir weniger ausgelöst wird...weil ich diesen Anforderungen ausgeliefert bin bzw. In dem System nicht immer funktionieren muss.
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Aber das ist doch eigentlich voll gut, wenn du Phasen hast, in denen es dir gut geht. Da findest du mit Sicherheit eine Beschäftigung. Du kannst ja auch ein Ehrenamt machen, Nachhilfe geben o.ä. Der Vorteil ist halt, dass dir keiner Druck macht und du dir deine Zeit frei einteilen kannst.Sonne29 hat geschrieben: 10. Jan 2026, 12:56 Und weil ich immer auch Phasen hatte, in denen es mir besser geht, mache ich mir natürlich Gedanken, wie das sein wird.
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Ja, das denke ich mir auch.
Ich hoffe, ich kann es so gut es geht genießen.
Ich hoffe, ich kann es so gut es geht genießen.
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
@DieNeue, alles gut. Passiert hat auf dem schriftlichen Weg mal (unter Fremden sowieso), dass mal was verkehrt ankommt, hüben wie drüben 
Ist ja nun geklärt. Ja, es gibt auch in der AU große Unterschiede. Es gibt Menschen, die kommen nicht mehr aus dem Bett und es gibt Menschen, wie vielleicht Sonne und ich, die meistens die Grundversorgung des Ich's Haushalt, enge Sozialkontakte und eben auch ein bisschen Hobby schaffen - auch, wenn ich dann geschafft bin und mir alles auf die Wochentage einteile, dass es nicht zu viel ist.
Viele Grüße
Waldliebe
Ist ja nun geklärt. Ja, es gibt auch in der AU große Unterschiede. Es gibt Menschen, die kommen nicht mehr aus dem Bett und es gibt Menschen, wie vielleicht Sonne und ich, die meistens die Grundversorgung des Ich's Haushalt, enge Sozialkontakte und eben auch ein bisschen Hobby schaffen - auch, wenn ich dann geschafft bin und mir alles auf die Wochentage einteile, dass es nicht zu viel ist.
Viele Grüße
Waldliebe
Re: Dienstunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit
Hallo zusammen,
gibt es nicht noch Betroffene, die von sich berichten würden, wie Ihnen die Umstellung gefallen ist?
Viele Grüße
Sonne29
gibt es nicht noch Betroffene, die von sich berichten würden, wie Ihnen die Umstellung gefallen ist?
Viele Grüße
Sonne29