Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Anie
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Anie »

Liebe November,

ich hoffe, die Woche ist einigermaßen gut für dich gestartet nach der Enttäuschung am Sonntag.
Voll verständlich, dass dich die volle Therme runtergezogen hat. Da hast du dich schon aufgerafft, und dann das!
Bleib' stark und versuche wieder, dich für etwas zu motivieren!

@LeNew2017: Ich wüsste auch so gerne, was gegen das fiese Morgentief wirkt! Es ist die Hölle! Immerhin wissen wir, das wir nicht alleine sind mit diesen schrecklichen Gefühlen am Morgen... ich weiß, kein wirklicher Trost :cry: .

Mal sehen, ob jemand den Motivationsthread startet 8-) ...

Liebe Grüße
Anie
Xanagon
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Xanagon »

Ein Motivationsthread ist nicht schlecht.
November24
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von November24 »

Hallo Julian,
ich habe auch viele Jahre so funktioniert. Hätte mich Anfang des Jahres diese heftige Episode nicht erwischt, würde das wahrscheinlich auch immer noch so gehen. Leider ist mir in dieser schlimmen Phase die Kraft zu strukturieren/durchzuplanen völlig abhanden gekommen. Aus dieser Phase bin ich dank Escitalopram aber mittlerweile halbwegs raus.
Wenn ich frei habe, oder am Wochenende, komme ich meistens nicht so einfach aus dem Morgentief raus. Wenn ich das dann überwunden habe, geht die Rennerei los und ich finde keine Ruhe und keine Muse, etwas für mich zu tun. Ich bin einfach noch nicht wieder im Gleichgewicht.

@LeNew2017
so wie du das beschreibst kenne ich das auch. Schrecklich, diese Handlungsunfähigkeit und der Zuschauer des eigenen Elends zu sein.

Viele Grüße,
November24
Ein Mensch entschlusslos und verträumt, hat wiederholt sein Glück versäumt. Doch ist der Trost ihm einzuräumen, man kann sein Unglück auch versäumen!
Eugen Roth
November24
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von November24 »

Liebe Anie,

etwas holprig, viele Kollegen krank, viel Arbeit und genervte Kundschaft, weil es aufgrund der Unterbesetzung teilweise etwas länger gedauert hat, als die Herrschaften gewohnt sind :rolleyes: Gegen Nachmittag wurde es aber etwas besser.

Liebe Grüße
November
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Eugen Roth
LeNew2017
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von LeNew2017 »

Was mich auch so sehr beschäftigt an diesem Morgentief.. früher war ich total der Morgenmensch. Ich bin aufgestanden, war gut gelaunt und habe mich auf den Tag gefreut. Aber vielleicht macht es wirklich einen Unterschied ob man alleine wohnt oder andere geliebte Menschen mit im Hause hat. Ich glaube das macht zumindest für mich einen großen Unterschied.
Bright Eyes
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Bright Eyes »

Hey LeNew,

da hast du absolut recht. Das Morgentief lässt sich allein wirklich nur schwer bewältigen. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit. Ich z. B. hab mich deswegen öfters mit einem lieben Menschen per WhatsApp zusammengeschlossen (wegen der Entfernung) und per Cam sogar gemeinsam gefrühstückt. Einfach einander am Leben teilhaben lassen. Funktioniert tatsächlich.

All the best!
BE
You can't start a fire without a spark 🫶
Anie
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Anie »

LeNew2017 hat geschrieben: 2. Dez 2025, 08:05 Was mich auch so sehr beschäftigt an diesem Morgentief.. früher war ich total der Morgenmensch. Ich bin aufgestanden, war gut gelaunt und habe mich auf den Tag gefreut. Aber vielleicht macht es wirklich einen Unterschied ob man alleine wohnt oder andere geliebte Menschen mit im Hause hat. Ich glaube das macht zumindest für mich einen großen Unterschied.
Bei mir ist das leider kein Unterschied. Auch wenn mein Partner da ist (Fernbeziehung), muss ich das gruselige Morgentief alleine durchstehen. Ich glaube, es wäre nur anders, wenn er die Depression einigermaßen verstehen würde. Aber das kann niemand, der die Krankheit nicht hat(te). Mir selbst fällt es schwer, mich an die dunklen Phasen wirklich zu erinnern, wenn sie vorbei sind… oder sogar an das Tief am Morgen, wenn es mir abends fast „normal“ gut geht.
Verdrängung par excellence :roll:
November24
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von November24 »

Ich war war auch immer der absolute Morgenmensch-jetzt...der frühe Vogel kann mich mal... :rolleyes:
Wenn mein Partner da ist (Wochenendbeziehung), versuche ich es mir nicht anmerken zu lassen (was mir kaum gelingt) Ich finde das dann fast noch schlimmer, weil ich mich das noch mehr Kraft kostet. Leider bin ich sehr gereizt in diesem Zustand, was dann mein Umfeld natürlich eher gegen mich aufbringt, anstelle verständnisvoll zu reagieren. Mein Sohn ist ohnehin fast immer da. Ich glaube manchmal, es wäre besser, wenn ich ganz alleine wohnen würde (vor allem für die anderen)
Mir fällt das ebenso schwer, mich an die dunklen Phasen richtig zu erinnern. Ich habe mir mal täglich aufgeschrieben, wie es mir ging. Morgens direkt habe ich "schlecht" eintragen, am gleichen Tag abends oft "okay" oder "gut"
Ein Mensch entschlusslos und verträumt, hat wiederholt sein Glück versäumt. Doch ist der Trost ihm einzuräumen, man kann sein Unglück auch versäumen!
Eugen Roth
Katerle
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Katerle »

Hallo an euch, das mit dem nur Funktionieren kannte ich auch.

Und mit dem Motivationsthread, tolle Sache. werde ich mir gleich mal durchlesen. LG
LeNew2017
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von LeNew2017 »

November24 hat geschrieben: 2. Dez 2025, 22:16 Ich war war auch immer der absolute Morgenmensch-jetzt...der frühe Vogel kann mich mal... :rolleyes:
Wenn mein Partner da ist (Wochenendbeziehung), versuche ich es mir nicht anmerken zu lassen (was mir kaum gelingt) Ich finde das dann fast noch schlimmer, weil ich mich das noch mehr Kraft kostet. Leider bin ich sehr gereizt in diesem Zustand, was dann mein Umfeld natürlich eher gegen mich aufbringt, anstelle verständnisvoll zu reagieren. Mein Sohn ist ohnehin fast immer da. Ich glaube manchmal, es wäre besser, wenn ich ganz alleine wohnen würde (vor allem für die anderen)
Mir fällt das ebenso schwer, mich an die dunklen Phasen richtig zu erinnern. Ich habe mir mal täglich aufgeschrieben, wie es mir ging. Morgens direkt habe ich "schlecht" eintragen, am gleichen Tag abends oft "okay" oder "gut"
Hallo November :) Verstehe ich total! Ich bin aktuell in einer Phase, in der ich auch tagsüber nicht gut drauf bin. Ich hatte dann den einen Tag Besuch von meiner Mama und den anderen Tag von meiner Schwester. Beide Tage wusste ich absolut nicht worüber ich reden wollte/konnte. Mir ging es einfach nur bescheiden, ohne das ich jetzt drüber reden könnte.Menschen suchen oft nach Auslösern oder Gründen warum es mir so geht wie es mir geht. Aber das ist ja auch oft der einzige weg, wie Außenstehende helfen können. Naja aufjedenfall hat mich deren Anwesenheit ganz viel Kraft gekostet und es war mir einfach nur super unangenehm, weil ich so eine schlechte Gesellschaft bin zurzeit.
Meine Schwester sagte dann im Nachhinein auch noch zu mir, dass sie besser mit mir umgehen kann, wenn ich nur weine und völlig aufgelöst bin, weil sie dann weiß was zu tun ist. Aber wenn ich teilnahmslos und emotionslos bin, ist es wirklich sehr schwierig.
Anie
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Anie »

November24 hat geschrieben: 2. Dez 2025, 22:16 Mir fällt das ebenso schwer, mich an die dunklen Phasen richtig zu erinnern. Ich habe mir mal täglich aufgeschrieben, wie es mir ging. Morgens direkt habe ich "schlecht" eintragen, am gleichen Tag abends oft "okay" oder "gut"
Ich nutze hierfür eine App (Moodistory), die die Stimmung "trackt". Wäre schön, wenn sich bald mal ein Aufwärtstrend zeigen würde :roll: .

Abends geht's mir auch zumindest okay, aber ich bin wie ihr, LeNew2017 und November, eigentlich ein Morgenmensch. Momentan würde ich am liebsten nach dem Aufwachen, wenn das Morgentief zuschlägt, gleich wieder einschlafen, um diese üblen Gefühle und Gedanken nicht zu haben. Aber an Schlaf ist dann leider auch nicht mehr zu denken. So raffe ich mich auf und übe mich in Geduld :| .

Liebe Grüße
Anie
November24
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von November24 »

Hallo Anie,

ich nutze mittlerweile auch eine App. Nennt sich Daylio.

mir geht´s ganz ähnlich-schlafen kann ich dann auch nicht mehr :rolleyes: Heute nacht waren es auch nur 3,5 Std. War aber wieder so typisch...ich konnte keine Ruhe finden. Als ich dann auf dem Weg ins Bett war, sind mir im Bad ein paar Fugen ins Auge gefallen, die nicht mehr so toll waren. Um halb zwei nachts habe ich dann Fliesenfugen im Bad ausgebessert... Da hat man doch nicht alle Latten am Zaun, oder?
Wenn ich so ruhelos bin, kann ich sowas aber einfach nicht sehen.
Heute morgen um sechs war dann nicht so lustig, als der Wecker geklingelt hat, kann man sich auch denken.... :rolleyes: Sowas ist natürlich "hausgemacht"

Liebe Grüße
November24
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Eugen Roth
OldMrEmerson
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von OldMrEmerson »

Oh je, wenn Sie dauerhaft weniger als 5 fünf Stunden schlafen können, verkauft man Ihren in Ihrer Apotheke vielleicht nicht-versicherungspflichtige medikamentöse Hilfen. Das ist schon hart, wenn keiner Ihrer Ärzte schnell etwas dagegen unternimmt.

Mit freundlichen Grüßen,
Anie
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Anie »

November24 hat geschrieben: 8. Dez 2025, 22:25 Heute nacht waren es auch nur 3,5 Std. War aber wieder so typisch...ich konnte keine Ruhe finden. Als ich dann auf dem Weg ins Bett war, sind mir im Bad ein paar Fugen ins Auge gefallen, die nicht mehr so toll waren. Um halb zwei nachts habe ich dann Fliesenfugen im Bad ausgebessert... Da hat man doch nicht alle Latten am Zaun, oder?
Wenn ich so ruhelos bin, kann ich sowas aber einfach nicht sehen.
Heute morgen um sechs war dann nicht so lustig, als der Wecker geklingelt hat, kann man sich auch denken.... :rolleyes: Sowas ist natürlich "hausgemacht"
Hallo November :hello: ,

das ist echt krass, mitten in der Nacht Fugen auszubessern :shock: ! Sowas würde ich niemals schaffen (ehrlicherweise auch nicht tagsüber)!
Wenn ich nicht schlafen kann, wälze ich mich eher im Bett herum - da warst du deutlich produktiver, sieh's mal so!
Und immerhin hast du dann um sechs, als der Wecker klingelte, geschlafen. Ich schlafe zur Zeit maximal bis 5 Uhr (unfreiwillig), und da bin ich schon froh, wenn ich so "lange" schlafen kann :x .

Da du offenbar handwerklich begabt bist, kannst du bestimmt auch die Latten am Zaun reparieren... vielleicht meine gleich mit ;) ?

Liebe Grüße
Anie
Winterkind04
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Winterkind04 »

… nein, bei Schlafstörungen ist es am Besten aufzustehen und was zu machen! Das, grübeln und rumwälzen ist nicht gut…

Aufstehen was machen und dann wieder probieren zu schlafen. Was ich nachts als so schon gemacht habe 😆 von Geschirr abspülen, puzzeln, lesen, malen nach zahlen, PMR, Schrank ausgemistet.

Also wenn man Seminare oder auch in meinen beiden REHA‘s habe sie immer empfohlen was zu machen und aufzustehen…

Mir hilft es - weil ich vom grübeln abgelenkt bin ✔️
Senif
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von Senif »

Hallo November,

ich würde dann vielleicht eher, was entspanntes machen. Einen Tee kochen, versuchen was zu lesen etc .... was mit nicht so viel Bewegung, weil das meinen Kreislauf hoch putscht.

In der Klinik hab ich mal Schlafentzug gemacht - um 1 aufgestanden und dann bis zum nächsten Abend wach. Hilft nur kurzzeitig.

LG Senif
November24
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Re: Modus: funktionieren oder immer "on the run"

Beitrag von November24 »

Hallo zusammen,

GsD bekomme ich nicht dauerhaft so wenig Schlaf. Bei mir tritt das phasenweise auf. Wenn ich um vier Uhr früh aufwache, neige ich auch dazu mich im Bett herumzuwälzen, was aber der absolute Humbug ist-aufstehen, im Idealfall was entspannendes machen und dann nochmal versuchen einzuschlafen wäre besser... I know... oder gleich aufstehen und was produktives machen, aber das schaffe ich auch nicht immer.

Mit den Fugen war es so, dass ich noch gar nicht im Bett war, also noch gar nicht geschlafen habe...ich kam ja nicht dazu, weil erst die Fugen repariert werden mussten :lol:
Es hätte auch was anderes sein können. Wenn ich so ruhelos bin, finde ich kein Ende.
Normalerweise brauche ich gar nicht mehr als 6 Std. Schlaf. Fünf gehen auch mal ne Zeitlang-wenn der Schlaf erholsam ist. Wenn die Depression zuschlägt, ist er das nicht mehr. Dann wird's kritisch.

@Anie
ich kann es gerne mal versuchen, die "Zaunlatten" zu reparieren ;)

Liebe Grüße
November24
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Eugen Roth
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