Depressiver Sohn meldet sich nicht
Depressiver Sohn meldet sich nicht
Hallo, ich bin neu hier, sozusagen in doppelter Funktion - als selbst seit meiner Kindheit Depressive und Mutter eines depressiven und suchtkranken Sohnes, der jetzt 43 ist. Er hatte am Wochenende einen Drogenrückfall, was ihn daran gehindert hat, wie verabredet hierher zu kommen und wichtige finanzielle und amtliche Dinge zu erledigen, wobei ich ihm helfen sollte. Auch zum gestrigen 92. Geburtstag meines Mannes, seines Stiefvaters, meldete er sich nicht und war und blieb absolut unerreichbar, soll aber bei einem guten Freund aufgetaucht sein. Dem er wiederum sagte, er würde noch spät abends bei uns erscheinen, um hier zu schlafen, was aber auch nicht geschah. Ich habe bis Mitternacht auf ihn gewartet. Ich bin 74 Jahre alt und hatte zwei Schlaganfälle. Mein Verstand ist unbeeinträchtigt, aber meine seelische und körperliche Konstitution ist stark lädiert. Auch die Depressionen, die ich dank viel Therapie und Selbsthilfe ganz gut im Griff hatte, sind wiedergekommen. Ich bin manchmal wie gelähmt und fühle mich durch meine eigene Krankheit und die Pflege meines 92jährigen Mannes stark überfordert. Die Sorgen um meinen Sohn machen es noch schlimmer. IWenn er mir nicht mehr vertraut oder gar Angst vor mir hat, würde ich mein Leben als vollständig sinnlos empfinden. Was kann ich tun, damit es mir wieder etwas besser geht und meine Gedanken nicht nur darum kreisen, ob mein Sohn sich meldet oder nicht?
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Pummelchen
- Beiträge: 1679
- Registriert: 2. Sep 2015, 17:21
Re: Depressiver Sohn meldet sich nicht
Hallo Evaruth 51
erstmal herzlich willkommen im Forum. Ich denke es tut schon mal gut seine Sorgen mitzuteilen. Du hast ja ganz schön viel zu tragen, die Pflege von deinem Mann, die Sorgen um deinen Sohn und schlussendlich noch deine körperlichen Einschränkungen und die Depressionen.
Hast du Unterstützung von einem Pflegedienst oder Verwandten, Freunden? Ich hoffe euer Sohn hat sich inzwischen gemeldet? Ich denke es ist unheimlich schwierig sich da keine großen Sorgen und quälende Gedanken zu machen.
Ich kann und traue mich fast nichts zu raten vielleicht melden sich noch Forumsmitglieder die evtl. Erfahrung mit ihren Kindern bzgl. Depressionen und Drogensucht.
Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft, dass deine Situation sich wieder bessert!!!
Liebe Grüße Pummelchen
erstmal herzlich willkommen im Forum. Ich denke es tut schon mal gut seine Sorgen mitzuteilen. Du hast ja ganz schön viel zu tragen, die Pflege von deinem Mann, die Sorgen um deinen Sohn und schlussendlich noch deine körperlichen Einschränkungen und die Depressionen.
Hast du Unterstützung von einem Pflegedienst oder Verwandten, Freunden? Ich hoffe euer Sohn hat sich inzwischen gemeldet? Ich denke es ist unheimlich schwierig sich da keine großen Sorgen und quälende Gedanken zu machen.
Ich kann und traue mich fast nichts zu raten vielleicht melden sich noch Forumsmitglieder die evtl. Erfahrung mit ihren Kindern bzgl. Depressionen und Drogensucht.
Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft, dass deine Situation sich wieder bessert!!!
Liebe Grüße Pummelchen
Re: Depressiver Sohn meldet sich nicht
Liebe Evaruth51,
ich kann Deine Sorgen nachempfinden, da ich mich in ähnlicher Situation befinde und mir große Sorgen um meinen 23-jährigen Sohn mache. Ich musste bei Deinem Beitrag an meine Mutter (77) denken. Sie versteht nicht, warum sich Ihr Enkel nicht mehr bei ihr meldet. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass er durch die Depression, keine Kraft findet sich zu melden und sich scheut ihr und mir sein "Versagen" zu gestehen. Denn so hat er es mal beschrieben, als wir noch Kontakt hatten. Meiner Mutter habe ich verschwiegen, dass er sich 2022 versucht hat das Leben zu nehmen. Das würde sie nicht verkraften. Ich weiß nicht ob das richtig war, aber ich denke, es würde an der Situation nichts ändern und ihr nicht helfen, sondern im Gegenteil sehr belasten und das möchte ich ihr ersparen.
In meinem Fall habe ich, da er überhaupt nicht erreichbar ist, nun einen Sozialarbeiter eingeschaltet und hoffe, dass dieser an ihn herankommt. Ich weiß nämlich selbst keinen Rat mehr. Vielleicht solltest Du Dir auch externe Hilfe holen. Über die Hotline dieser Seite, habe ich einen lokalen Kontakt bekommen. In meinem Fall ist es der Sozialpsychatrische Dienst der Stadt in der mein Sohn wohnt. Ich hoffe das ein Profi hier weiter kommt.
Ich wünsche Dir viel Kraft. Ich weiß wie schwer es ist mit solchen Sorgen abends im Bett zu liegen und keinen Schlaf zu finden. Ich habe aber die Hoffnung, dass es besser wird und sich ein Weg für meinen Sohn findet.
Liebe Grüße
Andreas
ich kann Deine Sorgen nachempfinden, da ich mich in ähnlicher Situation befinde und mir große Sorgen um meinen 23-jährigen Sohn mache. Ich musste bei Deinem Beitrag an meine Mutter (77) denken. Sie versteht nicht, warum sich Ihr Enkel nicht mehr bei ihr meldet. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass er durch die Depression, keine Kraft findet sich zu melden und sich scheut ihr und mir sein "Versagen" zu gestehen. Denn so hat er es mal beschrieben, als wir noch Kontakt hatten. Meiner Mutter habe ich verschwiegen, dass er sich 2022 versucht hat das Leben zu nehmen. Das würde sie nicht verkraften. Ich weiß nicht ob das richtig war, aber ich denke, es würde an der Situation nichts ändern und ihr nicht helfen, sondern im Gegenteil sehr belasten und das möchte ich ihr ersparen.
In meinem Fall habe ich, da er überhaupt nicht erreichbar ist, nun einen Sozialarbeiter eingeschaltet und hoffe, dass dieser an ihn herankommt. Ich weiß nämlich selbst keinen Rat mehr. Vielleicht solltest Du Dir auch externe Hilfe holen. Über die Hotline dieser Seite, habe ich einen lokalen Kontakt bekommen. In meinem Fall ist es der Sozialpsychatrische Dienst der Stadt in der mein Sohn wohnt. Ich hoffe das ein Profi hier weiter kommt.
Ich wünsche Dir viel Kraft. Ich weiß wie schwer es ist mit solchen Sorgen abends im Bett zu liegen und keinen Schlaf zu finden. Ich habe aber die Hoffnung, dass es besser wird und sich ein Weg für meinen Sohn findet.
Liebe Grüße
Andreas
Re: Depressiver Sohn meldet sich nicht
Hallo, auch ich bin noch ziemlich neu hier. Es tut mir leid, dass Du selbst erkrankt bist und dass Du Dir so grosse Sorgen machen musst wegen Deinem Sohn. Aber es ist leider so, dass Dein Sohn durch sein Drogenproblem wohl innerlich sehr zerrissen ist und ihm dadurch die Empathie fehlt, zu bedenken, dass es Dir auch nicht gut geht und es sehr wichtig wäre, sich zu melden bei Dir. Zeit ist sehr wichtig und es könnte immer das letzte Weihnachtsfest sein. Du selbst kannst wahrscheinlich wenig machen, denn je mehr Du vielleicht versuchst ihn zu kontaktieren, wird er sich vielleicht aus Scham zurückziehen. Aber Du musst Kraft sammeln für Dich und Deinen Mann, denn er ist da und er braucht Dich. Und es ist ganz wichtig, dass Du nicht funktionierst, sondern einfach die Seele baumeln lässt. Ich würde an Deiner Stelle einfach hoffen, dass Dein Sohn Dich von selbst kontaktiert. Lg Thetesia